Unter Trockeneisstrahlen versteht man ein Reinigungsverfahren in der Industrie, bei dem mit sehr hohem Druck Trockeneis auf eine verschmutzte Oberfläche aufgebracht wird. Das Trockeneisstrahlen hat einen extremen Vorteil gegenüber anderen Hochdruckreinigungsmethoden. Das Trockeneis wird im festen Zustand in die Reinigungsmaschine gegeben und ändert seinen Zustand bei der Verarbeitung von fest auf gasförmig. Somit bleiben keinerlei Reinigungsrückstände übrig.
Lediglich der Schmutz, der durch den enormen Druck und die explosionsartige Technik von der Oberfläche gelöst wird, muss im Endeffekt beseitigt werden. Das Reinigungsmaterial, das Trockeneis, verflüchtigt sich. Somit zeigt das Trockeneisstrahlen gegenüber herkömmlichen industriellen Reinigungsverfahren wie dem Sandstrahlen einen deutlich besseren Umweltschutzfaktor.
Wie die Reinigung beim Trockeneisstrahlen an sich vor geht, ist ein hochtechnischer Vorgang. Durch die extrem niedrige Temperatur des Reinigungsmittels und dem Hochdruck wird der Schmutz regelrecht von der zu reinigenden Fläche abgesprengt. Dadurch, dass das Trockeneis nicht elektrisch leitend ist, weder brennt, noch giftig ist, wird es sehr gerne als adäquate Alternative zu herkömmlichen Reinigungsverfahren und -mitteln verwendet.
Industriebetriebe, die das Trockeneisstrahlen bevorzugen sind zum Beispiel die zahlreichen Autoindustrien, die mittels des Kohlenstoffdioxids, denn Trockeneis ist nichts anderes, alten Lack von Fahrzeugen ablösen. Es besteht beim Verfahren der Trockeneisstrahlen nie die Gefahr, dass die Karosserie des Autos beschädigt wird. Das Fahrzeug kann somit nach der Reinigung unmittelbar wieder bearbeitet und lackiert werden. Dadurch, dass sich das Trockeneisstrahlen vom festen in den gasförmigen Zustand verändert, wird das Fahrzeug auch nicht nass. Korrosion wird somit ganz leicht aus dem Weg gegangen, und das ist in der Autoindustrie einer der wichtigsten Punkte; nämlich, dass die Karosserie nicht zu rosten anfängt.
