Schnell das Insektenspray gezückt! Obstfliegen haben sich in der Küche breit gemacht und im Schlafzimmer summen Mücken fröhlich vor sich hin, natürlich darauf bestrebt, sich mit dem Blut der Hausbesitzer vollzusaugen. Beim Nachmittagskaffee auf der Terrasse hat man vergessen, die Balkontüre zuzumachen: Die Folge sind Bienen und Wespen, die sich an den Fenstern tummeln. Wild geworden sind sie erst, nachdem man sie erlegen wollte – ein Bienenstich schmerzt und muss doch nicht sein. Jeder kennt diese lästigen Situationen, in denen Insekten jeglicher Art stören, obwohl man doch lieber schlafen möchte oder die Tiere einfach aus dem Haus haben will. Sich den ganzen Sommer zu verbarrikadieren: Das will niemand. Also hat man gerne eine Auswahl an Insektenvernichtungsmitteln im Haus. Um die Aufschrift auf den Sprühflaschen, Spraydosen und anderen Behältnissen lesen und verstehen zu können, braucht es beinahe ein Chemiestudium, so sehr wird hier mit hochgiftig klingenden Begriffen um sich geworfen.
Auf den Verpackungen sind meistens auch die Warnhinweise zu finden, die eigentlich schon genügend Anlass zur Sorge geben. Nach dem Benutzen den Raum einige Stunden nicht zu betreten, einen Atemschutz zu tragen und anschließend auf jeden Fall gut lüften. So und ähnlich wird man darauf hingewiesen, dass diese Mittel mehr als nur gesundheitsschädlich sind. Beim Lüften kommen übrigens die nächsten Übeltäter schon wieder ins Haus. Ein Kreislauf, der umweltschädlich, sinnlos und teuer ist. Da ist es besser, sich einmal über gute und leicht zu installierende Insektenschutzgitter zu informieren. Auch hier kommt man nicht ohne eine Geldausgabe davon. Dafür bringen die Konstruktionen Sicherheit gegen alle Arten von Mücken, Fliegen und anderes Getier, ohne die Umwelt oder die eigene Gesundheit auch nur im Geringsten zu belasten. Es ist sicher keine unlösbare Aufgabe, diese Fliegengitter zu Hause selbst einzubauen.
So wie hier beschrieben, ist es gar kein großes Problem, die einfachen Fliegengitter anzubringen. Es gibt sehr ausgeklügelte Systeme, die schon in einen festen Alurahmen eingespannt sind. Um diese Konstruktionen anzubringen, muss man nur kleine Löcher in die Rahmen der Türen beziehungsweise Fenster, wo die Insektenschutzgitter angebracht werden sollen, bohren. Scharniere sorgen dafür, dass das „Zwischenfenster“ leicht geöffnet und geschlossen werden kann. Wer eine dauerhafte Lösung, die allerdings das komplette Öffnen eines Fensters schwierig macht, bevorzugt, kann einfache Fliegengitter kaufen. In jeder Packung findet sich ein Gitternetz, das man auf die passende Größe zuschneiden muss. Danach reinigt man den Fensterrahmen, bringt das mitgelieferte Band an. Hier befindet sich auf einer Seite ein Klebstreifen, damit das Band am Rahmen kleben bleibt. Auf der anderen Seite ist ein Klettverschluss, der das Gitter hält. Die Betten zu lüften, würde allerdings hier bedeuten, jedes Mal das Gitter entfernen und wieder neu anbringen zu müssen. Da sind diese Schwingtüren beziehungsweise Fenster zum Dazwischen-Montieren die deutlich komfortablere Lösung. Zur Reinigung, zum Beispiel nach dem Pollenflug, reicht klares Wasser, das den Schmutz, der sich ansammelt, einfach aus dem Gitter und vom Rahmen entfernt. Danach hat man wieder klare Sicht. Es gibt die Insektenschutzgitter übrigens in den verschiedensten Farben und Größen. Für jedes Fenster, für jeden verschiedenfarbigen Rahmen gibt es also eine passende Lösung, die chemische Keulen auf jeden Fall nahezu unnötig macht.
Bevor man zu den chemischen Mitteln greift, sollte man sich einmal informieren, ob es nicht auch andere Lösungen gibt. In alten Hausmittelrezepten findet man auch Mittel, die weder die Umwelt belasten, noch die Gesundheit beeinträchtigen. Man muss sich heute sehr gründlich überlegen, ob der Einsatz von Chemie wirklich Sinn macht. Nicht jedes Insekt in der Wohnung sollte gleich ein Grund sein, hier mit aller Gewalt vorzugehen. Manchmal reicht die Fliegenklatsche und ansonsten sind Fliegengitter die deutlich bessere Möglichkeit, die Tiere einfach draußen zu halten. Chemie sollte nur in absoluten Ausnahmen zur Anwendung kommen.
